Mecklenburg-Vorpommern hat noch eine wunderbare Natur.
Es droht ein weiterer Ausbau zum Massentourismus, eine weitere Bebauung von Naturräumen, eine weitere Kommerzialisierung seiner Landschaft und Natur. 
 
Ein Beitrag des WDR:   Kritisch Reisen: Voll, voller, Ostsee - das überrannte Naturparadies

 

 

Wie soll sich der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern entwickeln?

 

Geht es vor allem um wirtschaftliche Interessen und den Wettbewerb um "Deutschlands Tourismusregion Nummer 1" ?

Was verliert  Mecklenburg-Vorpommern und seine Einwohner mit einem weiteren Ausbau des Tourismus, vor allem mit weiteren touristischen Großvorhaben?

Welche Arbeitsplätze bietet der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern? Insbesondere auch qualitativ für die einheimische Bevölkerung?

Wem gehören in Mecklenburg-Vorpommern touristische Einrichtungen? Wer sind die Investoren?

Was bringt der Tourismus finanzielle für das Land und die Kommunen an öffentlichen Einnahmen? Was steht dem an öffentlichen Ausgaben, beginnend mit Fördermitteln, gegenüber? Welche langfristige Verpflichtung gehen Kommunen ein bei der Unterhaltung von Versorgungsinfrastruktur? 

Kein weiterer Ausbau von Massentourismus in Mecklenburg-Vorpommern! Zunehmend gibt es Widerstand gegen die fortschreitende bauliche Verdichtung in den Tourismregionen Mecklenburg-Vorpommerns.

„Der Tourist zerstört, was er sucht, in dem Moment, wo er es findet.“ Hans Magnus Enzensberger 1957  Leider ist das mittlerweile auch im Mecklenburg-Vorpommern immer mehr der Fall.

Aber es sind nicht wirklich die Touristen, die die Ursachen setzen. Die Touristen suchen meist die "noch weitgehend unberührte Natur", mit der die Tourismuswirtschaft für M-V wirbt.

Die Ursachen setzen allermeist auswärtige private Investoren im Bündnis mit der Lokal- oder Landespolitik.  Der Tourismus zerstört, womit der wirbt! Immer mehr und immer öfter. Und regelmäßig fließen Millionen an Fördergeldern, also Steuergelder, in diese privaten Bauvorhaben sowie in den Bau von öffentlicher Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur, die für diese privaten Vorhaben erforderlich sind.

Vielfach internationales privates Kapital sucht eine sichere Geldanlage, gerade in diesen Zeiten insbesondere für Investitionen in Grund und Boden und bauliche Anlagen. Und die Landespolitik hat oft ihre liebe Not, die vielen zur Verfügung stehenden Fördergelder zu plazieren. Da findet das eine zum anderen.

Nach einer Umfrage der Ostsee-Zeitung vom Juni 2021 lehnt die ganz überwiegende Mehrheit der Leser einen weiteren Ausbau des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern ab. Siehe die Artikel aus der Ostsee-Zeitung unter Tourismus.  (Abruf  4. Juli 2021.)

OZ Umfrage Tourismus

Wenn die Politik fordert, "die Position von Mecklenburg-Vorpommern als führende Urlaubsregion muss gehalten und ausgebaut werden", dann muss dieses beendet werden.  Qualität statt Quantität!